Lagersoftware wechseln ohne Betriebsunterbrechung

Ein Wechsel der Lagersoftware gelingt, wenn Sie ihn als kleines Projekt mit festem Umstellungstag behandeln und nicht als einfachen Kauf: Artikelnummern vor der Übernahme bereinigen, Anfangsbestände aus einer echten Zählung übernehmen, beide Systeme für kurze Zeit parallel betreiben und jede Person für ihre eigene Rolle schulen.
Dieser Beitrag richtet sich an Unternehmen, die bereits ein Lagerprogramm einsetzen und damit unzufrieden sind. Arbeiten Sie noch mit Tabellen, passt unser Vergleich Excel oder Lagersoftware besser. Hier gehen wir von mehreren Jahren Historie, Tausenden Belegen und einem eingespielten Team aus. Die eigentliche Sorge: dass das Lager mitten in der Hochsaison stillsteht.
Die gute Nachricht: Ein Systemwechsel ist kein Sprung ins Ungewisse, sondern eine Abfolge überschaubarer Schritte. Wer sie in der richtigen Reihenfolge geht, kann die Ware weiter wie gewohnt annehmen und ausliefern, während im Hintergrund umgestellt wird.
Warnsignale: Wann sich ein neues Lagerverwaltungssystem lohnt
Unzufriedenheit mit Software wächst meist schleichend. Kommen Ihnen mehrere dieser Punkte bekannt vor, ist es Zeit für eine ernsthafte Alternative:
- Lagermitarbeiter führen neben dem System eine Kladde oder eigene Tabelle, weil sie den Zahlen nicht trauen.
- Das Programm läuft nur auf einem Bürorechner; in der Halle bucht niemand per Smartphone.
- Um einen Artikel über Seriennummer oder Charge zurückzuverfolgen, müssen mehrere Berichte zusammengesetzt werden.
- Ein zweites Lager oder eine Filiale ist dazugekommen, wofür die Software nie gedacht war.
- Alle Benutzer sehen alles; Rechte lassen sich nicht einschränken.
- Der Hersteller liefert keine Updates mehr, oder der Support meldet sich nicht.
- Der Monatsabschluss verzögert sich, weil die Buchhaltung Bestände erst von Hand abgleichen muss.
Risiken bei der Umstellung der Lagersoftware – und wie Sie sie senken
Die Bedenken sind berechtigt. Benennen Sie die Risiken, dann können Sie sie einplanen:
| Risiko | Ursache | Gegenmaßnahme |
|---|---|---|
| Falsche Anfangsbestände | Das Altsystem schleppt jahrelange Fehler mit | Anfangsbestand aus einer Zählung, nicht aus dem Export des Altsystems |
| Doppelte oder chaotische Artikelnummern | Ein Artikel unter mehreren Nummern oder mehrere unter einem Namen | Artikelstamm vor der Übernahme bereinigen und vereinheitlichen |
| Buchungsstopp am Stichtag | Umstellung fällt auf einen Spitzentag | Stichtag in die ruhigste Phase legen |
| Widerstand im Team | Eine allgemeine Schulung für alle | Kurze Einheiten, nach Rollen getrennt |
| Verlorene Historie | Alte Belege werden für Kunden oder Prüfer gebraucht | Altsystem schreibgeschützt für Rückfragen behalten |
Datenübernahme aus der alten Lagersoftware: was und wie?
Nicht alle Daten sind den gleichen Aufwand wert. Üblich ist eine Einteilung in drei Gruppen:
- Stammdaten: Artikel, Einheiten, Lager, Kunden und Lieferanten. Sie werden fast immer übernommen.
- Anfangsbestand: der Bestand je Artikel und Lager am Stichtag. Die beste Quelle ist eine Inventur.
- Belegarchiv: Eingänge und Ausgänge früherer Jahre. Entscheiden Sie, wie viel davon wirklich gebraucht wird; oft ist es einfacher, das Altsystem zum Nachschlagen zu behalten.
Beim Umstieg auf Avadar übernimmt das P-Soft-Team Ihre bisherigen Daten, ob aus Excel oder aus der Vorgängersoftware. Im Tarif Elite ist die Übernahme früherer Daten Teil des Supportpakets; in den anderen Tarifen wird der Umfang im Vertrag festgelegt. Schreiben Sie die drei Gruppen vor der Unterschrift auf ein Blatt, damit allen klar ist, was dazugehört.
Migration auf eine neue Lagersoftware in sieben Schritten
Die Reihenfolge zählt. Die meisten holprigen Umstellungen haben Schritt zwei oder Schritt vier ausgelassen.
- Testdemo mit eigenen Daten. Probieren Sie vor der Entscheidung einige echte Artikel und Belege im neuen System aus. Avadar bietet vor dem Kauf eine Testdemo; wie Sie diesen Termin gestalten, zeigt unsere Checkliste für die Lagersoftware-Demo.
- Artikelnummern bereinigen. Dubletten zusammenführen, Bezeichnungen vereinheitlichen, ungenutzte Nummern stilllegen. Ein sauberes Schema beschreibt der Beitrag Artikelnummern im Lager.
- Stichtag festlegen. Ab diesem Datum ist das neue System führend. Stimmen Sie ihn mit Vertrieb und Buchhaltung ab.
- Zählen für den Anfangsbestand. Nahe am Stichtag inventarisieren. Avadar zählt per Scan, damit wird die Inventur gleich zur ersten echten Übung des Teams.
- Bei Bedarf neu etikettieren. Sind alte Etiketten unleserlich oder haben sich Nummern geändert: Artikelcodierung sowie Barcode- und QR-Etikettendruck sind in jedem Avadar-Tarif enthalten.
- Kurzer Parallelbetrieb. Für begrenzte Zeit die wichtigsten Belege in beiden Systemen buchen und Bestände vergleichen. Gibt es keine nennenswerten Abweichungen mehr, bleibt das Altsystem nur noch zum Nachschlagen.
- Schulung nach Rollen. Lagermitarbeiter, Teamleitung, Leitung und Prüfer lernen nur ihren Teil. In Avadar sind die Rollen getrennt, und jeder Lagermitarbeiter sieht nur sein Lager; die Prüferrolle mit Leserecht gibt es ab Pro.
Fiktives Beispiel: ein Großhändler stellt um
Stellen Sie sich einen erfundenen Großhändler mit Lagern in Linz und Salzburg vor. Das alte Programm ist auf einem einzigen Rechner in der Zentrale installiert. Jeden Abend gibt der Lagerist in Salzburg die Tagesausgänge telefonisch durch, und in Linz tippt jemand sie ab. Immer wieder passt der Salzburger Bestand nicht zum Regal, und niemand weiß, wo der Fehler entstanden ist.
Zuerst exportiert der Händler den Artikelstamm und entdeckt eine ganze Reihe Artikel, die unter zwei Nummern geführt werden; diese werden zusammengelegt. Als Stichtag wählt er das Ende einer ruhigen Woche, zählt beide Lager per Scanner und setzt diese Zahlen als Anfangsbestand. Ab dann bucht der Salzburger Lagerist direkt am Smartphone, und die abendlichen Anrufe entfallen. Das Altprogramm bleibt noch eine Weile eingeschaltet, nur um Fragen der Buchhaltung zu Belegen des Vorjahres zu beantworten.
Was Sie vor Vertragsabschluss mit dem neuen Anbieter klären sollten
Viele Probleme einer Umstellung entstehen nicht in der Halle, sondern in einem unklaren Vertrag. Klären Sie deshalb schriftlich:
- Umfang der Datenübernahme: Welche der drei Datengruppen wird übernommen, in welchem Zustand müssen Sie die Daten liefern, und wer prüft das Ergebnis?
- Tarif und Mengengerüst: Passen Anzahl Lager und Benutzer zum Tarif? Bei Avadar sind das 1 Lager und bis 5 Benutzer im Tarif Start, bis 5 Lager und 20 Benutzer in Pro und unbegrenzt in Elite.
- Schulung: Ab Pro gehören Telefonsupport und Einrichtungsschulung dazu; im Tarif Start läuft die Unterstützung über den offiziellen P-Soft-Kanal.
- Zuständigkeit am Stichtag: Wer ist auf Anbieterseite erreichbar, wenn am ersten Tag eine Frage auftaucht?
Lagersoftware umstellen, ohne dass das Lager stillsteht
„Ohne Unterbrechung“ heißt: An keinem Tag bewegt sich Ware ohne Beleg. Einige praktische Regeln helfen dabei:
- Schalten Sie das Altsystem nicht vor Ende des Parallelbetriebs ab; schränken Sie nur das Buchen ein.
- Verschieben Sie am Stichtag nicht dringende Bewegungen nach vorn oder hinten.
- Benennen Sie pro Schicht eine Ansprechperson, damit niemand auf Antworten warten muss.
- Ist das Internet in der Halle unzuverlässig: Avadar zeigt Daten auch während eines Ausfalls an. Testen Sie das vor dem Stichtag.
Welche Avadar-Edition ersetzt Ihr bisheriges System?
Ein häufiger Kritikpunkt an älterer Software ist das Einheitsformat für alle. Avadar hat drei Editionen, damit jedes Unternehmen nur sieht, was es braucht:
- Industrie: Fertigung und Produktionslager; Stücklisten, Projekte und Ausschuss, Charge und Haltbarkeit ab Pro.
- Cargo: Spedition und Logistik; Sendungen, Verfolgung unterwegs und Scan-Schalter. Siehe Avadar Cargo.
- Handel: Großhandel, Vertrieb und Bauunternehmen; Geschäftskennungen von Kunden und Lieferanten, Mehrwertsteuer auf Verkaufsbelegen, getrennte Abgangsarten und im Tarif Elite eine mehrstufige Freigabe mit digitaler Unterschrift.
Unabhängig von der Edition bleiben die Grundlagen gleich: Scannen per Smartphone oder Scanner, mehrere Lager, schnelle Inventur und Empfängerunterschrift. Auch beim Betrieb entscheiden Sie: Avadar läuft gehostet bei P-Soft oder im eigenen Rechenzentrum, notfalls ganz ohne Internetanbindung. Lag Ihr Altsystem auf einem hauseigenen Server, müssen Sie daran nichts ändern.
Häufig gestellte Fragen
Geht beim Wechsel die alte Belegeschichte verloren?
Nicht zwangsläufig. Sie können einen Teil übernehmen oder das Altsystem zum Nachschlagen behalten. Entscheiden Sie das vor Vertragsabschluss.
Wer überträgt unsere Daten in Avadar?
Das P-Soft-Team, aus Excel oder der bisherigen Software. Im Tarif Elite gehört das zum Support; in den übrigen Tarifen steht der Umfang im Vertrag.
Anfangsbestand aus dem Altsystem oder aus einer Zählung?
Aus einer Zählung. Den Artikelstamm aus dem Altsystem nehmen, den Anfangsbestand aber aus einer Inventur nahe am Stichtag, damit alte Fehler nicht mitwandern.
Wie lange sollte der Parallelbetrieb dauern?
Bis die Bestände beider Systeme ohne nennenswerte Abweichung übereinstimmen. Das hängt vom Volumen ab; eine feste Dauer gibt es nicht.
Müssen wir alle Artikel neu etikettieren?
Nicht immer. Lesbare, eindeutige Barcodes funktionieren weiter. Neue Etiketten brauchen nur Artikel mit geänderter Nummer.
Bremst Ihr bisheriges Lagersystem Sie aus? Informieren Sie sich auf der Seite Avadar Handel und vereinbaren Sie mit P-Soft eine Testdemo, um den Wechsel gemeinsam zu planen.
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