Einfache Software für kleine Juweliergeschäfte: welcher Tarif?

Für ein kleines Juweliergeschäft, in dem der Inhaber selbst hinter der Theke steht, bedeutet einfache Software: korrekte Rechnungen mit Gewicht, Karat und Arbeitslohn, ein klarer Blick auf Kasse und Bank, eine Liste der Geschäftspartner und eine Saldenleiste, die immer sichtbar bleibt. All das bietet der Tarif Start von Zaran für einen Benutzer. Kommt eine zweite Person an die Theke, kaufen Kunden auf Rechnung oder verrechnen Sie Gewicht mit Großhändlern, ist Pro an der Reihe; volle Kontrolle für den Inhaber gibt es in Elite.
Dieser Beitrag richtet sich an Goldhändler, die gerade eröffnet haben oder seit Jahren mit Notizbuch und Taschenrechner arbeiten und nun wissen wollen, was sie wirklich mindestens brauchen – und ab wann sich mehr lohnt. Statt alle Funktionen aufzuzählen, helfen wir Ihnen, den passenden Tarif für Ihr heutiges Geschäft zu wählen und die Anzeichen zu erkennen, dass ein Wechsel ansteht.
Was braucht ein kleines Goldgeschäft wirklich von seiner Software?
Nehmen wir einen Familienbetrieb als fiktives Beispiel: Morgens wird aufgeschlossen, dann werden einige Armreifen und eine Kette verkauft, ein Laufkunde bringt Altgold zum Ankauf, nachmittags wird das Bargeld mit dem Kartenterminal abgeglichen, abends im Heft alles zusammengerechnet. Vier Dinge sind hier entscheidend:
- Jede Rechnung muss Gewicht, Karat, Arbeitslohn und Kurs ohne Rechenfehler ausweisen.
- Sie müssen wissen, wie viel Bargeld und wie viel Bankgeld heute ein- und ausgegangen ist.
- Jedes Stück braucht eine Nummer und eine Beschreibung, damit Fehlbestände auffallen.
- Die Daten dürfen nicht verloren gehen, nur weil ein Rechner ausfällt oder ein Heft verschwindet.
Alles darüber hinaus ist für ein kleines Geschäft „schön zu haben“, nicht „unverzichtbar“. Genau dieser Maßstab gehört an den Anfang, wenn Sie Software für Juweliere vergleichen.
Juwelier-Software für einen Benutzer: was Zaran Start enthält
Start ist für einen Benutzer gedacht; in der Tarifübersicht steht dafür die genaue Buchführung eines einzelnen Geschäfts. Sie erhalten:
- Verkaufs- und Ankaufsrechnungen, die Gewicht, Karat und Arbeitslohn automatisch in den Endbetrag einrechnen – kein Nachrechnen mehr mit dem Taschenrechner. Mehr zum Thema im Beitrag Arbeitslohn bei Goldschmuck.
- Kasse und Bank, damit Bareinnahmen und Kartenzahlungen getrennt sichtbar sind.
- Geschäftspartner in einer zentralen Liste.
- Artikelnummern nach einem Schema, das Sie selbst festlegen.
- Karat-Umrechnung auf einen Standardwert, praktisch, wenn am selben Tag 18- und 21-karätige Stücke über die Theke gehen. Details im Leitfaden zur Umrechnung von Goldkarat.
- Preise pro Gramm oder pro Mithqal, je nachdem, was in Ihrem Markt üblich ist.
- Tages-Dashboard und Saldenleiste auf jeder Seite – statt nächtlicher Rechenarbeit.
- Regelmäßige Datensicherung inklusive Prüfung, dass sich die Sicherung tatsächlich wiederherstellen lässt.
Ein Arbeitstag mit Zaran Start (fiktiv)
Stellen Sie sich vor, Herr Wagner betreibt allein einen kleinen Laden in einer Einkaufspassage. Morgens trägt er den Tageskurs pro Gramm ein. Um elf verkauft er ein 18-karätiges Armband mit festem Arbeitslohn und erstellt die Rechnung mit dem Gewicht von seiner Waage. Nachmittags bringt eine Kundin einen alten Ring; Herr Wagner erfasst eine Ankaufsrechnung und überweist den Betrag. Vor Ladenschluss reicht ein Blick auf die Saldenleiste: Kassenstand, Bankguthaben und Tagesumsatz – ganz ohne Kopfrechnen. Für ein Geschäft dieser Größe genügt Start.
Zwei Punkte, die Sie vor der Wahl von Start kennen sollten
Zwei Funktionen, die mancher Inhaber schon im Einstiegstarif erwartet, beginnen laut Tarifübersicht erst bei Pro:
- Anfangsbestand: Die förmliche Erfassung dessen, was am ersten Tag in Vitrine und Tresor liegt, mit Gewicht und Karat, gehört zu Pro. Ist Ihre Vitrine bereits voll und möchten Sie vom ersten Tag an einen exakten Bestand im System, sprechen Sie das im Beratungsgespräch mit P-Soft an.
- Vollständige Finanzberichte: Lagerkarte, Probebilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung sind ebenfalls Pro-Funktionen. In Start zeigen Tages-Dashboard und Saldenleiste das Bild des Tages.
Unvollständig ist Start deshalb nicht. Für ein Geschäft mit überschaubarem Bestand und kleinem Kundenkreis ist es der vernünftige Einstieg.
Wann lohnt sich der Wechsel von Start zu Pro? Checkliste
Treffen zwei oder mehr Punkte zu, passt Pro vermutlich besser:
- Sohn, Tochter, Ehepartner oder eine Verkaufskraft bedient mit, und jede Person soll eigene Anmeldung und Rolle haben (Pro: bis zu 5 Benutzer mit getrennten Rollen).
- Kunden rufen ständig wegen des Tageskurses an. Kurstafel, Kursverlauf und Kunden-App, die Bestellungen mit Preisfixierung annimmt, reduzieren diese Anrufe.
- Stammkunden kaufen auf Rechnung oder lassen Gold bei Ihnen, und Sie brauchen jeden Saldo getrennt nach Geld, Gold und Münzen. Kundenkonten, Buchungshistorie und periodische Kontoauszüge gibt es in Pro.
- Sie nehmen Schecks an oder stellen welche aus.
- Sie tauschen Goldanweisungen mit Großhändlern oder Kollegen und verrechnen nach Gewicht: Gold gegen Gold, Münze gegen Münze.
- Sie geben Altgold zum Einschmelzen und möchten Ein- und Ausgang beim Schmelzen und Trennen genau erfassen.
- Zum Monatsende wünschen Sie Lagerkarten je Artikel, eine Probebilanz und eine Gewinn- und Verlustrechnung.
Für welche Geschäfte ist Elite gedacht?
Elite passt, wenn das Geschäft nicht mehr klein ist oder der Inhaber nicht ständig im Laden steht und Kontrollwerkzeuge braucht. Hinzu kommen:
- Handelstisch für den Inhaber: eine Seite, auf der der Tageskurs festgelegt und Geschäfte zügig gebucht werden.
- Automatische Erkennung verdächtiger Rechnungen, wenn Handelsrichtung, Karat oder Kurs nicht stimmig sind.
- Vollständige Änderungshistorie der Benutzer: wer hat was geändert.
- Periodenabschluss, damit Belege vergangener Perioden unangetastet bleiben.
Die Benutzerzahl in Elite wird vertraglich vereinbart. Für einen Ein-Personen-Laden geht Elite meist über den heutigen Bedarf hinaus.
Entscheidungstabelle: welcher Zaran-Tarif für Ihr Geschäft?
| Ihr Geschäft | Empfohlener Tarif | Begründung |
|---|---|---|
| Eine Person, Barverkauf und Ankauf, kein Kauf auf Rechnung | Start | Rechnungen, Kasse, Bank, Karat-Umrechnung und Saldenleiste reichen |
| Zwei bis fünf Personen im Verkauf | Pro | Eigene Anmeldung und Rolle je Person |
| Kunden mit offenem Konto oder hinterlegtem Gold | Pro | Saldo je Kunde in Geld, Gramm Gold und Anzahl Münzen |
| Handel mit Großhändlern und Kollegen | Pro | Großhandelsrechnungen, Schecks, Anweisungen und Gewichtsverrechnung |
| Kurstafel und Bestellungen per Kundenhandy | Pro | Kurstafel und Kunden-App mit Preisfixierung |
| Inhaber oft abwesend, mehrere Mitarbeiter, Kontrollbedarf | Elite | Verdächtige Rechnungen, Änderungshistorie, Periodenabschluss |
Vom Notizbuch zur Software: Start für ein neues Goldgeschäft
- Nummernschema festlegen. Etwa ein Buchstabe für die Warengruppe plus laufende Nummer – einfach und dauerhaft.
- Kurseinheit bestimmen. Gramm oder Mithqal, wie es am Ort üblich ist.
- Geschäftspartner aus dem Heft übertragen. Name und Telefonnummer genügen für den Anfang.
- Arbeitslohn einheitlich kalkulieren, damit ähnliche Stücke ähnlich bepreist werden.
- Zwei Wochen parallel arbeiten, Summen vergleichen und danach das Heft beiseitelegen.
Stecken Ihre bisherigen Aufzeichnungen in einer Tabellenkalkulation oder einem älteren Programm, holt das Team von P-Soft sie nach Zaran; welcher Umfang übernommen wird, hängt von Tarif und Vertrag ab.
Typische Fehler kleiner Goldgeschäfte beim Umstieg
- Ein gemeinsames Passwort für alle: Sobald mehrere Personen verkaufen, ist nicht mehr nachvollziehbar, wer welche Rechnung erstellt hat. Spätestens dann gehört jede Person mit eigener Anmeldung ins System.
- Artikelnummern nachträglich ändern: Wer das Schema nach einigen Monaten umwirft, erschwert jeden Vergleich mit früheren Zeiträumen.
- Das Heft zu früh wegwerfen: Erst wenn die Summen über mehrere Tage übereinstimmen, hat die Software das Vertrauen verdient.
- Den teuersten Tarif aus Vorsicht wählen: Funktionen, die niemand nutzt, machen den Alltag nur unübersichtlicher.
Was Sie von einer Goldbuchhaltung nicht erwarten sollten
- Zaran macht keine Aussagen zu einer Anbindung an Steuersysteme; klären Sie das mit Ihrem Steuerberater.
- Die Verwaltung mehrerer Filialen ist noch in Vorbereitung und kommt in Kürze – wichtig, falls Sie ein zweites Geschäft planen.
- Keine Software ersetzt das Nachzählen der Vitrine; sie zeigt Abweichungen nur früher an.
Häufig gestellte Fragen
Welcher Zaran-Tarif reicht für ein Ein-Personen-Goldgeschäft?
Start: ein Benutzer mit Verkaufs- und Ankaufsrechnungen, Kasse und Bank, Karat-Umrechnung, Preisen pro Gramm oder Mithqal, Tages-Dashboard und regelmäßiger Sicherung.
Enthält Start eine Kurstafel für Kunden?
Nein. Kurstafel, Kursverlauf und Kunden-App mit Preisfixierung beginnen mit Pro.
Muss ich neu anfangen, wenn ich später eine Verkaufskraft einstelle?
Nicht unbedingt. Ein höherer Tarif umfasst alles aus dem niedrigeren. Fragen Sie vor dem Kauf bei P-Soft nach, wie das Upgrade abläuft.
In welchem Tarif werden Kunden mit offenem Konto geführt?
In Pro. Dort sehen Sie je Kunde, wie viel Geld, Gold und wie viele Münzen offen sind, samt periodischem Kontoauszug.
Wer überträgt meine alten Aufzeichnungen in die Software?
Das übernimmt P-Soft, egal ob die Daten in Excel oder in einem anderen Programm liegen; den Umfang regelt der Vertrag.
Welcher Tarif zur Größe Ihres Geschäfts passt, klären wir gern gemeinsam: Fordern Sie auf unserer Seite zur Software für Juweliere und Goldhandel eine Demo an.
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