Glossar Unternehmenssoftware: Gold, Lager, Immobilien, ERP

Glossar Unternehmenssoftware: Gold, Lager, Immobilien, ERP

Dieses Glossar erklärt verständlich die Fachbegriffe, die Ihnen bei der Auswahl oder Nutzung von Software für Juweliere und Goldhandel, Lagerverwaltung, Hausverwaltung, Zutrittskontrolle, ERP und Projektmanagement begegnen. Alle Definitionen sind allgemein und produktneutral; nur wo eines der Produkte von P-Soft die beschriebene Aufgabe tatsächlich übernimmt, ergänzen wir einen Satz dazu.

Die Begriffe sind nach Fachgebieten gruppiert. Einige Begriffe aus dem Goldhandel (etwa Mithqal, Soot oder Mazaneh) stammen aus dem iranischen Markt, in dem unsere Software eingesetzt wird, und werden in diesem Zusammenhang erklärt. Marktpraxis und Rechtslage unterscheiden sich je nach Land und Branche; die Definitionen ersetzen daher keine Rechts- oder Finanzberatung.

Begriffe aus dem Gold- und Schmuckhandel für Juwelier-Software

Feingehalt (Karat)

Der Feingehalt gibt den Anteil reinen Goldes in einer Legierung an – entweder in Karat (24 Karat ist reines Gold) oder in Tausendsteln (750 bedeutet 750 Teile Feingold auf 1.000 Teile). Zusammen mit dem Gewicht ist er die Grundlage für den Wert des Goldes. Zaran rechnet unterschiedliche Feingehalte automatisch in ihren Standardwert um.

750er Gold (18 Karat)

Eine Legierung aus 750/1000 Feingold; der Rest besteht aus anderen Metallen wie Kupfer und Silber. Sie entspricht 18 Karat, ist im Iran und in vielen anderen Märkten einer der gängigsten Feingehalte für Schmuck und durch die Beimischung widerstandsfähiger als reines Gold.

Mithqal

Eine traditionelle Gewichtseinheit im iranischen Goldhandel. Der dort übliche Mithqal entspricht etwa 4,608 Gramm und unterscheidet sich vom klassischen islamischen Mithqal mit etwa 4,25 Gramm; Großhandelspreise für Altgold werden meist je Mithqal genannt. Zaran unterstützt Preise sowohl je Gramm als auch je Mithqal.

Soot

Im iranischen Goldhandel ein Tausendstel Gramm (ein Milligramm); deshalb werden Goldgewichte meist auf drei Nachkommastellen erfasst. In manchen Zusammenhängen wird auch ein Unterschied im Feingehalt in Tausendsteln als „Soot“ bezeichnet.

Macherlohn (Ojrat)

Die Kosten für Herstellung und Design eines Schmuckstücks, die getrennt vom Wert des Goldes berechnet werden. Der Macherlohn kann ein Prozentsatz des Goldwerts oder ein fester Betrag sein und hängt von Art der Arbeit, Verarbeitung und Händler ab. Die Rechnungen in Zaran berechnen den Macherlohn zusammen mit Gewicht, Feingehalt und Kurs.

Mazaneh (Referenzpreis)

Der Referenzpreis des iranischen Goldgroßhandels, meist angegeben für einen Mithqal geschmolzenes 17-Karat-Gold (705). Juweliere leiten daraus in der Regel den Grammpreis für 18 Karat und andere Feingehalte ab.

Geschmolzenes Altgold (Abshodeh)

Gold, meist aus Altschmuck oder Resten, das eingeschmolzen und zu kleinen Stücken gegossen wurde und überwiegend zwischen Händlern und Großhändlern gehandelt wird. Der Feingehalt wird üblicherweise von einem Prüflabor bestimmt und auf dem Stück vermerkt. Zaran erfasst Schmelzen und Scheiden mit genauen Ein- und Ausgängen.

Goldgroßhandel (Bonakdari)

Großhandel mit Gold und Münzen zwischen Großhändlern und Juwelieren. Ein großer Teil dieser Geschäfte wird nach Gewicht auf den Konten beider Seiten verbucht und später ausgeglichen. Zaran erstellt Großhandelsrechnungen mit genauer Berechnung von Gewicht, Feingehalt, Macherlohn und Preis.

Goldüberweisung (Gold-Hawala)

Die Übertragung einer Goldmenge (nach Gewicht und Feingehalt) vom Konto einer Partei auf das einer anderen, ohne dass das Gold in diesem Moment physisch bewegt wird. Unter Händlern ist sie üblich, um Transporte von Gold zu verringern. Zaran erfasst Goldüberweisungen zwischen Händlern; Kunden können ihre Überweisungen verfolgen.

Gewichtsbasierte Abrechnung

Der Ausgleich von Forderungen und Verbindlichkeiten in Gold oder Münzen statt in Geld: „Gold gegen Gold, Münze gegen Münze“. Salden werden in Gramm Gold mit festgelegtem Feingehalt oder in Stückzahl Münzen geführt, sodass Kursschwankungen den Saldo nicht verändern. Zaran unterstützt die gewichtsbasierte Abrechnung zwischen Händlern.

Kurstafel

Eine Anzeige oder ein Bildschirm, der Kunden aktuelle Preise für Gold, Münzen und weitere Artikel zeigt. Eine gute Kurstafel gruppiert die Preise übersichtlich und zeigt, wann sie zuletzt aktualisiert wurden. Die Kurstafel von Zaran zeigt Live-Kurse gruppiert und mit Preisverlaufsdiagramm.

Preisfixierung

Das Festhalten eines genannten Preises für einen Auftrag in der kurzen Zeit zwischen Anfrage und Bestätigung, damit eine Marktbewegung in diesem Moment das Geschäft nicht verändert. Dauer und Bedingungen legt jeder Händler selbst fest. In der Kunden-App von Zaran bestätigt der Kunde genau den Betrag, der fixiert wurde.

Fachbegriffe der Lagerverwaltung und Barcode-Lagersoftware

Barcode

Eine maschinenlesbare Darstellung eines Codes als parallele Striche (eindimensionaler Code), die mit Scanner oder Kamera gelesen wird. Barcodes ersetzen das manuelle Eintippen von Artikelnummern und verringern Erfassungsfehler. In Avadar werden Wareneingänge, -ausgänge und Umlagerungen per Barcode- oder QR-Scan (Smartphone-Kamera oder Scanner) erfasst.

QR-Code

Ein zweidimensionaler Code, der auf kleinerer Fläche mehr Daten speichert als ein Strichcode und sich leicht mit der Smartphone-Kamera lesen lässt. QR-Codes werden häufig für Artikeletiketten, Seriennummern und Sendungsverfolgung genutzt. Avadar druckt Barcode- und QR-Etiketten mit fertigen Vorlagen.

Lagerfachkarte (Kardex)

Ein Bericht über die Bewegungshistorie eines Artikels: alle Zu- und Abgänge in zeitlicher Reihenfolge mit dem Bestand nach jeder Bewegung. Sie ist das wichtigste Werkzeug, um Bestandsdifferenzen aufzuklären. Avadar bietet Kardex-Berichte neben Bestands- und Bewegungsberichten.

Inventur

Das körperliche Zählen der Bestände und der Abgleich mit den im System erfassten Mengen, um Fehl- und Mehrmengen zu finden. Sie kann jährlich, periodisch oder als permanente Inventur (jeweils ein Teil des Sortiments) erfolgen. Avadar unterstützt die Inventur per Scan.

Charge (Los)

Eine Menge von Waren, die in einem Durchgang unter gleichen Bedingungen hergestellt oder angeliefert wurde und eine gemeinsame Nummer trägt. Chargen sind die Grundlage für Rückverfolgbarkeit, Haltbarkeitskontrolle und Rückrufe. Die Industrie-Edition von Avadar erfasst Chargennummern und Verfallsdaten.

FIFO (First In, First Out)

Ein Verfahren, bei dem zuerst eingelagerte Ware zuerst ausgelagert wird. FIFO ist sowohl eine Kommissionierregel für den physischen Bestand als auch ein Verfahren der Bestandsbewertung in der Buchhaltung.

FEFO (First Expired, First Out)

Ein Verfahren, das Ware nach dem nächstliegenden Verfallsdatum auslagert, unabhängig vom Eingangszeitpunkt. Es ist bei Arzneimitteln, Lebensmitteln und Chemikalien verbreitet. Die Industrie-Edition von Avadar unterstützt dies mit Warnungen nach dem Prinzip „zuerst ablaufend, zuerst raus“.

LIFO (Last In, First Out)

Ein Verfahren, bei dem die zuletzt eingelagerte Ware zuerst ausgelagert wird; bei manchen physischen Lagerformen, etwa übereinander geschüttetem Schüttgut, ergibt sich das von selbst. Für die Bestandsbewertung ist LIFO nach einigen Rechnungslegungsstandards, darunter IFRS, nicht zulässig.

Qualitätssperre (Quarantäne)

Ein Status, in dem Ware bis zur Freigabe durch die Qualitätskontrolle weder verwendet noch verkauft werden darf und getrennt vom freien Bestand geführt wird. Nach der Prüfung wird sie freigegeben, andernfalls zurückgeschickt oder verschrottet. Die Industrie-Edition von Avadar unterstützt Qualitätssperre und Freigabe.

Produktrückruf

Das Zurückholen eines Produkts vom Markt, nachdem ein Mangel oder eine Gefahr festgestellt wurde. Für einen schnellen Rückruf muss bekannt sein, welche Kunden welche Charge erhalten haben. In der Industrie-Edition von Avadar (Elite-Tarif) lässt sich eine ganze Charge mit einem Klick sperren; die Liste der belieferten Kunden liegt sofort vor.

Stückliste (BOM)

Eine strukturierte Liste der Materialien, Bauteile und Mengen, die für eine Einheit eines Produkts benötigt werden (Bill of Materials). Sie ist die Grundlage für Materialverbrauch und Herstellkosten. Die Industrie-Edition von Avadar erfasst Produktstruktur und Rezeptur.

Warenausgangsschein (Entnahmeschein)

Der Beleg, der die Entnahme von Ware aus dem Lager freigibt und festhält, was, wie viel und für wen oder welchen Zweck entnommen wird. Er wird in der Regel nach Freigabe durch die Verantwortlichen ausgestellt. In der Handels-Edition von Avadar kann ein mehrstufiger Freigabeprozess aktiviert werden; der Bestand sinkt erst nach der letzten Freigabe.

LVS / WMS (Lagerverwaltungssystem)

Software, die die Abläufe im Lager steuert: Wareneingang, Einlagerung, Kommissionierung, Inventur und Versand. Ein LVS ist meist detaillierter als das Lagermodul einer Buchhaltungssoftware, wobei die Grenze von Produkt zu Produkt verschieden ist.

Begriffe der Hausverwaltung: Hausgeld, Verwaltungsbeirat und Gemeinschaftseigentum

Hausgeld (Nebenkostenumlage)

Der Anteil jeder Einheit an den laufenden Kosten für Betrieb und Instandhaltung eines Gebäudes (etwa Reinigung, Aufzug, Hausmeister, Allgemeinstrom), meist monatlich erhoben. Wie die Kosten verteilt werden, richtet sich nach den Regeln des Hauses und den Beschlüssen der Eigentümer. Hamkhoneh berechnet die Umlage nach sechs Schlüsseln (gleichmäßig, Wohnfläche, Personenzahl, Stellplatz, Stockwerk oder kombiniert) und stellt sie monatlich automatisch aus.

Sonderumlage

Ein Betrag, der zusätzlich zum monatlichen Hausgeld für eine bestimmte oder unvorhergesehene Ausgabe erhoben wird, etwa für eine größere Reparatur oder neue Ausstattung. Hamkhoneh kann ab dem Pro-Tarif Sonderumlagen ausstellen.

Erhaltungsrücklage (Instandhaltungsrücklage)

Geld, das getrennt von den laufenden Kosten für größere Reparaturen oder künftige Ausgaben zurückgelegt wird. Eine Rücklage verringert den Bedarf an plötzlichen Sonderumlagen; Höhe und Zuführung beschließen meist die Eigentümer.

Verwaltungsbeirat (Vorstand)

Eine von der Eigentümerversammlung gewählte Gruppe von Eigentümern, die die Angelegenheiten des Hauses betreut. Ihr rechtlicher Rahmen hängt vom Land ab; im Iran ist er im Gesetz über Wohnungseigentum und seiner Durchführungsverordnung geregelt. In Hamkhoneh hat der Vorstand eine eigene Rolle mit eigenen Zugriffsrechten.

Eigentümergemeinschaft (Eigentümerversammlung)

Die Gesamtheit der Wohnungseigentümer, die die wesentlichen Entscheidungen trifft, etwa die Wahl von Verwalter oder Vorstand und die Genehmigung von Ausgaben und Umlagen. Beschlussfähigkeit und die Gültigkeit von Abstimmungen aus der Ferne richten sich nach dem jeweiligen Recht und der Gemeinschaftsordnung. Hamkhoneh bietet Online-Umfragen und -Abstimmungen mit transparenten Live-Ergebnissen.

Gemeinschaftseigentum

Teile eines Gebäudes, die allen Eigentümern gemeinsam gehören, etwa Treppenhaus, Eingangshalle, Dach, Gemeinschaftsraum und gemeinsame Anlagen. Ihre Unterhaltung wird üblicherweise aus dem Hausgeld finanziert. In Hamkhoneh lassen sich Gemeinschaftsraum und gemeinschaftliche Flächen online reservieren, vorbehaltlich der Freigabe durch die Verwaltung.

Handkasse

Ein kleiner Geldbetrag, der einer Person (etwa der Verwaltung) für kleinere, dringende Ausgaben überlassen und später anhand der Belege abgerechnet und wieder aufgefüllt wird. Hamkhoneh enthält eine einfache Kasse und Handkasse für Verwalter ohne Buchhaltungskenntnisse.

Zahlungsgateway

Ein Dienst, der Online-Kartenzahlungen ermöglicht und das Geld auf ein Händlerkonto überweist. Entscheidend ist, auf wen das Händlerkonto läuft, denn das Geld geht direkt dorthin. Hamkhoneh bindet die iranischen Gateways ZarinPal und Saman mit dem eigenen Händlerkonto des Gebäudes an (ab dem Pro-Tarif).

Begriffe der Zutrittskontrolle: Karten, Leser und Zufahrten

Zutrittskontrolle

Die Steuerung und Protokollierung des Ein- und Ausgangs von Personen oder Fahrzeugen: wer wann durch welches Tor darf. Sie erhöht die Sicherheit und schafft einen belastbaren Nachweis jedes Durchgangs. Nooradio steuert und protokolliert den Zutritt von Personen und Fahrzeugen mit Smartcards und Tags.

Zutrittskontrollsystem

Das Zusammenspiel von Hard- und Software, das die Zutrittskontrolle umsetzt: ein Identifikationsmedium (Karte, Tag, PIN oder biometrisches Merkmal), ein Leser, eine Steuerung, ein Schloss oder eine Schranke sowie eine Verwaltungssoftware. Umgangssprachlich ist damit manchmal nur das Gerät an der Tür gemeint.

RFID-Karte

Eine Karte mit eingebautem Chip und Antenne, die berührungslos per Funk gelesen wird. In der Zutrittskontrolle sind niederfrequente 125-kHz-Karten und 13,56-MHz-Smartcards verbreitet; Letztere bieten meist mehr Sicherheitsfunktionen.

Transponder (Tag)

Ein berührungsloses Identifikationsmedium in anderer Form als einer Karte, etwa als Schlüsselanhänger oder als Aufkleber am Fahrzeug. Es erfüllt dieselbe Aufgabe wie eine Karte, lässt sich aber in manchen Situationen leichter tragen oder anbringen. Nooradio unterstützt Smartcards und Tags; eine Person kann mehrere Karten besitzen.

Kartenleser

Ein Gerät am Zugang, das die Kennung der Karte oder des Tags liest und zur Entscheidung an die Steuerung oder Software weitergibt. Nooradio wird auf einem Computer vor Ort installiert und mit den Kartenlesern der Zugänge verbunden.

Zutrittssteuerung (Controller)

Das Gerät, das anhand der Liste berechtigter Medien entscheidet, ob eine Tür geöffnet wird, und das Relais für Schloss oder Schranke schaltet. Gute Steuerungen entscheiden auch dann richtig, wenn die Verbindung zum Computer unterbrochen ist. Fällt bei Nooradio die Verbindung zum Computer aus, treffen die Zugänge die Entscheidung „berechtigt oder nicht“ selbstständig und korrekt.

Schranke

Ein beweglicher Arm, der eine Zufahrt für Fahrzeuge sperrt und auf Befehl einer Steuerung, Fernbedienung oder eines Bedieners öffnet. Schranken sind an Parkplätzen, Wohnanlagen und Industriegeländen verbreitet.

Parkplatzkapazität

Die Höchstzahl an Fahrzeugen, die sich gleichzeitig auf einem Parkplatz befinden dürfen. Zutrittssysteme können Ein- und Ausfahrten zählen und weitere Einfahrten sperren, sobald die Kapazität erreicht ist. Die Verwaltung der Parkplatzkapazität ist bei Nooradio nur im Elite-Tarif enthalten und steuert die Einfahrt automatisch, bis Fahrzeuge wieder ausfahren.

Freier Zutritt (Durchgangsmodus)

Ein Modus, in dem sich ein Zugang mit jeder in der Software registrierten Karte öffnet; nicht registrierte Karten bleiben abgewiesen. Er eignet sich für Veranstaltungen – Gast- oder Veranstaltungskarten werden vorab angelegt – und sollte bewusst und befristet eingesetzt werden. Bei Nooradio (ab dem Pro-Tarif) wird dieser Modus je Zugang aktiviert.

Zeitprofil (Zutrittszeiten)

Die Zeitfenster (Wochentage, Uhrzeiten und Feiertage), in denen eine Person oder Gruppe passieren darf; außerhalb davon öffnet selbst eine gültige Karte die Tür nicht. Nooradio (ab dem Pro-Tarif) legt Zutrittszeiten je Gruppe fest, einschließlich Wochentagen und Feiertagen.

ERP-Begriffe für Fertigungsunternehmen

ERP (Enterprise Resource Planning)

Integrierte Software, die die Kernprozesse eines Unternehmens wie Vertrieb, Einkauf, Lager, Produktion, Qualität und Finanzen auf gemeinsamen Daten verbindet, sodass jede Abteilung aktuelle Informationen sieht. Der Modulumfang unterscheidet sich je nach Produkt. Data ist ein umfassendes System zur Fabriksteuerung, das Vertrieb, Konstruktion, Planung, Einkauf, Lager, Produktion, Qualität, Finanzen und Auslieferung verbindet.

On-Premise-Betrieb

Die Installation von Software auf dem eigenen Server des Unternehmens statt in der Cloud. Die Daten bleiben im internen Netz und das System funktioniert ohne Internet; im Gegenzug betreut das Unternehmen den Server selbst. Data wird auf dem eigenen Server der Fabrik installiert und im Browser auf Computern und Tablets genutzt.

Auftragsfertigung (Make to Order)

Eine Fertigungsweise, bei der die Produktion erst nach Auftragseingang nach Spezifikation oder Zeichnung des Kunden beginnt – im Gegensatz zur Lagerfertigung (Make to Stock). Jeder Auftrag hat eigene Arbeitsfolge, Materialien und Termine. Data ist besonders für Fabriken gebaut, die nach Kundenauftrag und -zeichnung fertigen.

Produktionsplanung

Die Festlegung, was in welcher Menge, auf welcher Maschine und wann gefertigt wird, unter Berücksichtigung von Kapazität, Material und Lieferterminen. Data (ab dem Pro-Tarif) enthält Produktionsplan und Terminierung je Auftrag.

Materialbedarfsplanung (MRP)

Die Ermittlung, welche Materialien in welcher Menge bis wann für den Produktionsplan benötigt werden, unter Berücksichtigung von Lagerbestand und offenen Bestellungen. Das Ergebnis bildet die Grundlage für Bestellanforderungen. Data zeigt den Materialbedarf jedes Auftrags neben Produktionsplan und Terminierung.

Fremdvergabe (Lohnfertigung)

Die Vergabe eines Teils der Fertigung, etwa eines Bearbeitungs- oder Wärmebehandlungsschritts, an einen externen Dienstleister. Versand, Rücklauf und Qualität der fremdbearbeiteten Teile nachzuverfolgen, ist ein wichtiger Teil der Fertigungssteuerung. Data verwaltet Lieferanten für Fremdvergabe und Fremdaufträge, inklusive einer Liste „bereit zur Fremdvergabe“.

Abweichung (Nichtkonformität)

Jeder Fall, in dem ein Produkt oder Prozess nicht der Spezifikation, Zeichnung oder Norm entspricht. Für jede Abweichung ist eine Entscheidung nötig, etwa Nacharbeit, Sonderfreigabe, Wiederholung oder Verschrottung. Data erfasst Prüfungen und Abweichungen mit Entscheidung (Verschrottung, Weiterbearbeitung, Wiederholung).

Toleranz

Die zulässige Abweichung eines Maßes oder Merkmals vom Nennwert; ein Ergebnis innerhalb der Toleranz gilt als in Ordnung, eines außerhalb als Abweichung. Data (Elite-Tarif) kann Ergebnisse innerhalb der Toleranz automatisch freigeben, wenn die Qualitätsleitung dies für einen Prozess aktiviert.

Einkaufskommission

Ein Gremium, das Einkäufe oberhalb einer festgelegten Wertgrenze prüft und freigibt, damit große Kaufentscheidungen nicht von einer einzelnen Person abhängen. Wertgrenze und Besetzung legt das Unternehmen selbst fest. In Data (Elite-Tarif) durchlaufen Einkäufe oberhalb der festgelegten Grenze eine Einkaufskommission.

Vorbeugende Instandhaltung

Geplante Wartung und Inspektion von Maschinen vor einem Ausfall, zeit- oder nutzungsabhängig, um ungeplante Produktionsstillstände zu verringern. Data enthält ein Maschinenverzeichnis sowie Arbeitsaufträge für Reparatur und vorbeugende Instandhaltung.

Begriffe aus Projektmanagement und Ticketsystem

Ticket

Eine erfasste Anfrage, Störung oder Aufgabe mit Nummer, Status, Verantwortlichem und Bearbeitungsverlauf. Tickets sorgen dafür, dass keine Anfrage in Nachrichten und Telefonaten verloren geht. Hamahang enthält in jedem Tarif ein Ticketsystem.

SLA (Service-Level-Vereinbarung)

Eine Vereinbarung über das zu erwartende Serviceniveau, etwa die maximale Zeit bis zur ersten Antwort oder bis zur Lösung je Priorität. Die konkreten Werte werden im jeweiligen Vertrag festgelegt. Im Elite-Tarif von Hamahang ist eine „Service-Level-Vereinbarung (SLA)“ unter den Leistungen aufgeführt.

Kanban

Eine Methode, Arbeit auf einem Board mit Spalten wie „offen“, „in Arbeit“ und „erledigt“ sichtbar zu machen; jede Aufgabe ist eine Karte, die zwischen den Spalten wandert. Kanban macht Engpässe und liegen gebliebene Aufgaben sichtbar. Hamahang bietet ab dem Pro-Tarif ein Kanban-Board.

Gantt-Diagramm

Ein Balkendiagramm, das Projektaufgaben auf einer Zeitachse mit Startterminen, Dauer und Abhängigkeiten darstellt. Es dient der Planung und dem Erkennen von Verzögerungen. Hamahang bietet ab dem Pro-Tarif eine Gantt-Ansicht.

Freigabe-Eingang (Kartabl)

Eine persönliche Seite, die jedem Benutzer die Aufgaben, Schreiben und Freigaben zeigt, die auf seine Bearbeitung warten. Der Begriff „Kartabl“ ist in der iranischen Büroautomatisierung weit verbreitet. Data bietet jeder Rolle einen einheitlichen Freigabe-Eingang mit Frist für jeden Vorgang.

Workflow

Der festgelegte Weg, den eine Anfrage oder ein Dokument durchläuft: die Schritte, die Verantwortlichen für jeden Schritt und die Bedingung für den nächsten. Ein dokumentierter Workflow macht Freigaben nachvollziehbar und prüfbar. Individuelle Workflows sind im Elite-Tarif von Hamahang enthalten.

Interner Messenger

Ein Nachrichtendienst für die Kommunikation innerhalb eines Unternehmens, meist direkt neben Aufgaben und Projekten angesiedelt, damit Gespräch und Arbeit verbunden bleiben. Hamahang enthält ab dem Pro-Tarif einen internen Messenger sowie interne Anrufe und Besprechungen.

Kundenportal

Ein Bereich, in dem Kunden sich anmelden, Anfragen stellen und den Stand ihrer Anfragen oder ihres Projekts sehen, ohne Zugriff auf interne Informationen des Unternehmens. Ein Kundenportal ist im Elite-Tarif von Hamahang enthalten.

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Eitaa